Die Arche Noah

Ein weiteres biblisches Motiv greift die Skulptur an der Zufahrt zum Gestüt auf: die Arche Noah. Sie erinnert an die Rettung der Tiere vor der Sintflut durch das von Noah erbaute Schiff. Albert Darboven gestaltete den mächtigen Schiffsrumpf aus Weidenholz und verlieh ihm die Form einer schwimmenden Schildkröte. Ein steinerner Delfin, der scheinbar verspielt aus dem Wasser auftaucht, sowie eine Schildkröte am Bug begleiten die symbolische Reise.

Die Geschichte der Arche Noah findet sich im 1. Buch Mose (Genesis), Kapitel 6 bis 9. Weil die Menschen in Bosheit und Ungerechtigkeit leben, beschließt Gott, die Erde durch eine große Sintflut zu reinigen. Den rechtschaffenen Noah jedoch beauftragt er, eine Arche zu bauen, in der seine Familie sowie von jeder Tierart ein Paar Schutz finden. Vierzig Tage und vierzig Nächte regnet es unaufhörlich, bis schließlich das Wasser langsam zurückgeht und die Arche auf einem Berg zur Ruhe kommt. Eine Taube kehrt schließlich mit einem Olivenzweig im Schnabel zurück – ein Zeichen dafür, dass das Land wieder bewohnbar ist.

Die Erzählung von der Arche Noah steht bis heute für Hoffnung, Neuanfang und Vertrauen. Sie erinnert daran, dass selbst nach Zeiten der Zerstörung neues Leben entstehen kann und dass Verantwortung für die Schöpfung, Mensch und Tier gleichermaßen umfasst.